Göhren

Ostseebad Göhren

Informationen:
Informationen und Auskünfte erhalten Sie beim Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein Göhren e. V.  in der Berlinerstraße 8 unter der Telefonnummer: 038308/25940. Der Fremdenverkehrs- und Gewerbeverein hat in der Hauptsaison täglich geöffnet.
Weitere Informationen können Sie in der Kurverwaltung Göhren in der Poststraße 9 unter der Telefonnummer: 038308/66790 erhalten.

Strände:
In Göhren gibt es zwei Strände, einmal den Nord- und einmal den Südstrand. Beide Strände sind in der Hauptsaison sehr gut besucht.
Während der Südstrand eher Naturbelassen ist, kann am Nordstrand allerdings auch durch einige kleine Geschäften gebummelt werden und in Eisdielen oder Restaurants gegessen werden.
Außerdem, befindet sich hier auch die Seebrücke von Göhren und die im Jahr 2003 neu gestaltete Bernsteinpromenade. Am Nordstrand finden im Sommer auch kleinere Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Einkaufsmöglichkeiten:
Der Edeka Markt in Göhren befindet sich in der Waldstraße 1, hier bekommen Sie alles Notwendige.
Kosmetische- als auch Produkte für den Haushalt bekommen Sie im Drogeriemarkt Schlecki 2.0 - Kneipp-Shop (ehem.Schlecker) in der Strandstraße 11.
Kleinere Geschäfte befinden sich unter anderem in der Strandstraße und im Ort als auch am Strand. Dazu zählen Schmuck sowie Souvenirläden und vieles mehr.

Parkplätze:
Mehrere Parkplätze befinden sich in Strandnähe als auch im Ort, kostenfrei sowie Gebührenpflichtig
- Nordperdhalle (Busse) in der Gerhart-Hauptmannstraße               
- Strandnähe (Hinter der Bernsteinpromenade) in der Bahnhofstraße
- Bahnhof (Bus, Pkw)
Kostenfreie Parkplätze finden Sie in der Ulmenallee,Waldstraße, Berlinerstraße, Schulstraße und in der Carlstraße.

Seebrücke Göhren:
Die Seebrücke des Ostseebads befindet sich am Nordstrand, diese ist etwa 270m lang und wurde im Jahr 1920 wieder neu aufgebaut. Von hier aus bietet es sich an mit dem Schiff zu den anderen Ostseebädern als auch zu den Kreidefelsen zu fahren.

Bernsteinpromenade:
Die Bernsteinpromenade wurde 2003 komplett neu saniert und ist etwa  3km lang.  Gleichzeitig ist dort der Kurplatz zu finden, dieser wird auch oft für Veranstaltungen genutzt wie zum Beispiel das Bernsteinpromenadenfest. Der sich an die Bernsteinpromenade anschließende Spielplatz bietet einiges für die kleinen Besucher des Ortes.

Buskam:
Der Buskam ist der größte Findling Deutschlands und ragt 300 m vor der Ostseeküste aus dem Wasser heraus. Dieser wird auch oft als „ weiße Perle“ bezeichnet.
Außerdem ist der Buskam Träger vieler Sagen und Überlieferungen.
In der Walpurgisnacht sollen sich hier die Hexen versammelt und auf dem Stein getanzt haben. Auch Seejungfrauen wurden wohl häufig von Anwohnern auf dem Stein gesehen wie diese tanzten. Es soll auch Brauch gewesen sein mit einem Boot zum Buskam zu fahren und dort den Hochzeitstanz zu vollziehen.

Mönchguter Museen:
In Göhren finden Sie 4 historische Museen, die in der Hauptsaison täglich geöffnet haben.

Das Heimatmuseum, Strandstraße.
Das Heimatmuseum befasst sich vor allem mit der Mönchguter Bevölkerung und damit wie Sie damals lebten.
Andere Themen die im Museum ausgestellt werden sind unter anderem die Entwicklung des Ostseebads und Frühgeschichtliche Funde der Halbinsel.
Von der damaligen Seefahrt und den Haushalten werden verschiedene Fotografien ausgestellt und Stücke der Inneneinrichtung gezeigt.
Ein weiteres Ausstellungsstück ist die Mönchguter Tracht.

Museumshof, Strandstraße
Der Museumshof in Göhren ist der größte und älteste Hof der Insel Rügen.
Der Ackerbau, handwerkliche Tätigkeiten sowie die damaligen Fortbewegungsmittel sind Themen der Ausstellung auf dem Museumshof.
Jedes Jahr auf´ s neue finden hier einige Veranstaltungen statt wie zum Beispiel der alljährliche Weihnachtsmarkt oder das Frühlingsfest.

Museumsschiff Luise, Thiessowerstraße
Das Museumsschiff Luise diente früher der Versorgung der Inselbewohner.
Auf dem Schiff sollen die harten Arbeitsbedingungen der mönchguter Fischer und deren Gerätschaften veranschaulicht werden. Außerdem ist das Museumsschiff ein komplett eingerichteter Küstenfrachter und für die Besucher voll begehbar.

Rookhus (Rauchhaus), Thiessowerstraße
Im Rookhus lebten früher Tagelöhner, Fischer und Kleinbauern mit Ihren Tieren unter einem Dach. Es wurde 1977 als Museum eröffnet.
Die komplette Stube wurde von der Küche aus beheizt.
Hier sehen Sie einen ausschließlich auf Rügen beheimateten Gebäudetyp. Das Besondere daran sind die schornsteinlosen Häuser.

Kurpark:
Der Kurpark bietet vor allem in der Hauptsaison einiges für die Gäste im Ostseebad Göhren, so finden zum Beispiel unterschiedliche Konzerte oder Veranstaltungen mit verschiedenen Themen statt, wie das jährliche Seebrückenfest oder das Bernsteinfest, bei welchem die Bernsteinkönigin gewählt wird. Im Anschluss an jedes dieser Feste erwartet Sie ein tolles Höhenfeuerwerk. Auch für die Kinder ist immer etwas dabei, es werden Hüpfburgen aufgestellt oder Veranstaltungen für die kleinen Gäste gemacht. In einem Zelt kann gemalt, gebastelt und anderes gemacht werden.
Findet am Nachmittag eine Veranstaltung statt, sind es nur ca. 50 m zum Strand wo sich schnell abgekühlt werden kann.
 
Nordperd:
Das Nordperd ist eine bewaldete Landzunge und ragt weit ins Wasser hinaus. Hier bietet es sich auch an eine Rundwanderung zu machen. Von hier aus haben Sie einen tollen Blick in alle Himmelsrichtungen.
Die Mole die sich am Ende des Nordperds erstreckt wurde 1907/08 erbaut. Diese diente früher dem Schutz der Küste.
Außerdem zu sehen ist der älteste Findling der Insel, der Buskam.

Speckbusch:
Der Speckbusch befindet sich hinter der Kirche unter einer alten Baumgruppe.
Bei gutem Wetter genießen Sie von hier aus einen schönen Blick über die Halbinsel Mönchgut sowie die Boddengewässer und einen Teil der Ostsee.

Waldpromenade:
Von der neu gestalteten Waldpromenade aus haben Sie einen herrlichen Blick auf den Strand und die Ostsee sowie die Seebrücke des Ostseebads. Ein neu angelegter Weg, bringt Sie nun sicher zur Bernsteinpromenade.
Von hier aus sehen Sie bei guter Sicht die Scandlines Schiffe die Richtung Schweden und Russland fahren als auch die Kreidefelsen.

Turmcafe Bellevue, Hotel Hanseatic:
Schauen Sie in die Ferne, vielleicht haben sie das Glück eines der Schiffe des Scandlines Unternehmen zu sehen und genießen Sie Torten-Pralinenspezialitäten aus der hausgemachten Konditorei. Für den Spaß der Kinder ist auch gesorgt, Malbücher stehen zur Verfügung, so dass die Kleinen den Spaß mit Ihnen teilen.

Jahn Eiche:
Die Jahn Eiche ist ein Aussichtspunkt in Göhren, welcher sich beim Nordperd befindet.
1959 diente dieser Platz als Lotsenstation im Ostseebad Göhren und als Aussichtspunkt für die Lotsen. Dieser Baumbestand ist heute ausgeschildert und es wurde ein öffentlicher Zugang für Gäste geschaffen.

Geschichte Göhrens

Die frühesten Funde menschlicher Besiedlung auf dem Mönchgut stammen aus der mittleren Steinzeit (ca. 8.000 vor Christus). Das jungsteinzeitliche "Herzogsgrab" in der Baaber Heide ist ein stummer Zeuge dieser Zeit. Die Hügelgräber, wie der Speckbusch an der Göhrener Kirche, sind in der Bronzezeit entstanden. Auf der Halbinsel Mönchgut befinden sich noch einige weitere kleinere Hügelgräber.

Seinen Namen verdankt das Mönchgut den Mönchen des Klosters Eldena bei Greifswald. Sie erwarben das „Mönke Gut“ im Jahre 1360 und behielten es bis zur Reformation 1535. Nach der Reformation fiel Mönchgut an das pommersche Herzogshaus. Die Mönche bewirtschafteten das Land intensiv. Die Früchte der landwirtschaftlichen Arbeit wurden über den Greifswalder Bodden Richtung Kloster Eldena verschifft. Bewegte Jahrhunderte folgen, in denen die Bewohner des Mönchguts die harte Arbeit von Fischern und Bauern verrichten. Zwischen 1627 und 1631 wird Rügen durch Dänemark, Schweden und Wallensteins Truppen besetzt. Nach Ende des 30 jährigen Krieges 1648 wurde Rügen nach Unterzeichnung des „Westfälischen Friedens“ endgültig Schweden unterstellt. Ein Großteil der Landbevölkerung wurde in die Leibeigenschaft gezwungen, die erst im Jahre 1806 durch König Gustav IV. ihr Ende fand. 1815 beschloss der Wiener Kongress, dass Rügen und Hiddensee zukünftig zu Preußen gehören. Damit endeten fast 200 Jahre schwedische Herrschaft.

Um 1850 konnten die Bauern und Landarbeiter Grund und Boden erwerben. Die Baaber Heide wurde mit Wald bepflanzt und es entstanden Bauten zum Schutz vor Hochwasser - kurzum, es ging mit aufwärts mit Mönchgut.

1870 entdeckten die ersten Badegäste die wunderschönen Landschaften des Mönchgutes. Kurz darauf, im Jahre1878, wurde Göhren offiziell zum Seebad erklärt. Mit dem Anschluss an die Bäderbahn "Rasender Roland" begann nun endgültig die Erfolgsgeschichte des Ostseebades. Eine rege Bautätigkeit setzte ein. Zahlreiche Hotels und Pensionen im Stil der Bäderarchitektur entstanden. Bäderarchitektur - eigentlich mehr eine Vielzahl architektonischer Stilelemente, reich verzierte Villen mit Erkern, Türmchen, Ziergiebeln und den üppig mit Schnitzereien geschmückten Balkonen, verwandelten Göhren innerhalb weniger Jahre in einen gepflegten Badeort. Die Strandpromenade, eine Seebrücke, der Musikpavillon und Grünanlagen kamen hinzu. Der Tourismus veränderte nachhaltig die traditionelle Lebensweise.

2003 begingen die Einheimischen zusammen mit den Gästen das 125-jährige Ortsjubiläum.

Heute geben Ihnen die Mönchguter Museen in Göhren einen wunderbaren Einblick in das traditionelle Leben auf dem Mönchgut. Geschichte wird hier erlebbar. Wenn Sie Göhren besuchen, dann sollten Sie den Mönchguter Museen also unbedingt einen Besuch abstatten. Das vielfältige Angebot an Veranstaltungen vermittelt Ihnen gleichzeitig Unterhaltung und Wissen.


Quelle: Fremdenverkehrsverein Göhren